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Der 9. April 1940: Überfall auf Norwegen

Zum Thema:
Das Unternehmen «Weserübung», ist die grösste triphibische Operation des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Am 9. April 1940 griff das Deutsche Reich entgegen eigener Zusagen und vertraglicher Vereinbarungen zwei neutrale Staaten an. Der Überfall und die Verbrechen der Besatzungszeit haben das Verhältnis zwischen Deutschland und den skandinavischen Staaten über Jahrzehnte schwer belastet.
Unter operativen Gesichtspunkten war das Unternehmen eine planerische Meisterleistung. Sie war eine Voraussetzung für die Fortsetzung der deutschen Kriegsführung. Der Export der schwedischen Eisenerze und der Stahlveredlungsmetalle aus dem skandinavischen Raum nach Deutschland blieb für die gesamte Dauer des Krieges gesichert. Negativ wirkten sich die grossen Schiffsverluste und das Binden von Besatzungskräften aus, die auf anderen Kriegsschauplätzen fehlten.
Durch die Besetzung Dänemarks und Norwegens blieb die Ostsee unter deutscher Kontrolle. Schliesslich wurde durch das Unternehmen Weserübung eine weitere Front in Skandinavien verhindert, die vor allem Frankreich zu seiner Entlastung gefordert hatte. Propagandistisch-innenpolitisch war die Militäroperation ebenfalls ein Erfolg und verstärkte in der Heimat den politischen Mythos der «unbesiegbaren Wehrmacht».
Der Kampf um Narvik ist auch für die Alliierten wichtig, da erstmal dieser Mythos geschwächt wurde.
Für die Schweiz ist der Überfall zweier neutraler Staaten ein Lehrbeispiel.

Literatur: Walther Hubatsch: Weserübung. Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940. 2. völlig neu bearbeitete Auflage. Musterschmidt, Göttingen 1960. Hans-Martin Ottmer: Weserübung – Der deutsche Angriff auf Dänemark und Norwegen im April 1940. Oldenbourg, München 1994, ISBN 3-486-56092-1.

Zum Dozenten:
PD Dr. phil. Hans Rudolf Fuhrer, Militärhistoriker, war bis zum Sommersemester 2006 Dozent für Militärgeschichte MILAK/ETHZ und Privatdozent an der Universität Zürich. Seither Vorträge, Seminare und Publikationen.

 

Live-Vortrag, online teilnehmen oder später anschauen

Datum:

Donnerstag, 16.30 bis 18.00 Uhr
18. März 2021

Kosten: bis Ostern 2021 Kennenlernen ohne Kostenfolge
nach Ostern Zugang mit bezahlter Vortragspauschale
weitere Informationen finden Sie hier
Anmeldung:

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