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Bundesanwaltschaft wohin?
Bestehende persönliche und/oder systemische Defizite?

Kann nicht durchgeführt werden. Verschiebung auf späteren Zeitpunkt.

Zum Thema:
Zuerst wird ein kurzer historischer Abriss über die Institution schweizerische Bundes- anwaltschaft (die zivile Staatsanwaltschaft des Bundes) und deren Organisation gegeben. Mit Inkrafttreten der «Effizienzvorlage» im Jahre 2002 erhielt diese Behörde zahlreiche neue Kompetenzen in der internationalen Kriminalitätsbekämpfung. Damit waren grosse Hoffnungen verbunden, und die Eidgenossenschaft liess sich den massiven Ausbau ihrer Strafbehörden etwas kosten. Trotzdem haben negative Expertenmeinungen und Medienberichte zur Arbeit der Bundesanwaltschaft und des 2004 geschaffenen Bundesstrafgerichts nicht abgenommen.

Die Bundesanwaltschaft untersteht einer zweigeteilten (direkten) Aufsicht. Zum einem durch die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts im Rahmen laufender Strafverfahren und zum andern durch die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) hinsichtlich Rechtmässigkeit, Zweckmässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ihres Handelns.
Drei Bundesanwälte wurden im Amt nacheinander abgewählt oder mussten frühzeitig gehen. Im Sommer 2020 haben die Geschäftsprüfungskommissionen der eidg. Räte bei Experten Gutachten in Auftrag gegeben, die Vorschläge zu einer Reorganisation der Bundesanwaltschaft aufzeigen sollen. Im Vortrag wird auf bisher öffentlich bekannt gewordene Vorschläge zur Neugestaltung der Bundeskompetenzen in der Strafverfolgung (was Änderungen der kantonalen Kompetenzen sowie des Bundesstrafgerichts implizieren könnte) eingegangen.

 

Zum Dozenten:
Dr. iur. Hansjörg Stadler, Master of Advanced Studies in Forensics; bis 2018 Staatsanwalt des Bundes in Bern mit leitenden Aufgaben, Abteilung Staatsschutz, Terrorismus, kriminelle Organisationen. Der Dozent hat über 20 Jahre Strafuntersuchungen mit internationalem Kontext geführt und vor Gericht vertreten.

 

Ort: Schweizerhofquai 2, Luzern
Datum: Donnerstag, 16.30 bis 18.00 Uhr
4. Februar 2021
Kosten: 1 Seminar: Fr. 35.– 
Anmeldefrist:

21. Januar 2021
Seminar Nr.: SE1673
Telefon 041 410 22 71, info@sen-uni-lu.ch