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Prometheus und Spitteler
Die Bedeutung von Prometheus bei Spitteler unter Berücksichtigung von Literatur und Psychoanalyse

Zum Thema:
Das erste Werk, mit dem Carl Spitteler die literarische Bühne betrat, trägt den Titel «Prometheus und Epimetheus» (1880), sein letztes, zu Lebzeiten publiziertes Werk den Titel «Prometheus der Dulder» (1824). Beide Epen gestalten auf eigenwillige Weise den Mythos Prometheus, das erste Werk in frei rhythmisierter Prosa, das letzte in jambischer Gebundenheit.
Im Zentrum steht Prometheus, der sich die Autonomie der «Seele» bewahrt und nicht gesellschaftlich korrumpieren lässt. An «Prometheus der Dulder» arbeitete Carl Spitteler (1845-1924) über zehn Jahre; das Tagebuch Margret Sachs (1897-1982) berichtet detailliert über den zähen Entstehungsprozess. Sie wurde Spittelers Mitarbeiterin, später, nachdem sie bei C.G. Jung studiert hatte auch zu seiner Interpretin. Das Seminar geht diesen Spuren nach, fragt nach der Bedeutung des Mythos «Prometheus» bei Spitteler und berücksichtigt literarische und psychoanalytische Fäden.

 

 

Zum Dozenten:
Dr. phil. Stefan Graber, Prorektor und Deutschlehrer an der Kantonsschule Alpenquai Luzern, Präsident der Carl Spitteler-Stiftung Luzern; wissenschaftliche Tätigkeit als Editor der kritischen Ausgabe der Werke und Briefe Johann Heinrich Pestalozzis und der historisch-kritischen Ausgabe des C.F. Meyer-Briefwechsels.

 

Ort:  Schweizerhofquai 2, Luzern

Datum:

Dienstag, 19.00 bis 20.30 Uhr
8. Juni 2021

Kosten: 1 Seminar: Fr. 35.– 

Anmeldefrist:

25. Mai 2021
Seminar Nr.: SE1750
Telefon 041 410 22 71, info@sen-uni-lu.ch