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Quo vadis Türkei?

Zum Thema:
Auf den Trümmern des Osmanischen Reiches baute der Sieger im Unabhängigkeitskrieg Mustafa Kemal den laizistischen türkischen Nationalstaat auf und peitschte eine Modernisierung von Land und Gesellschaft durch. Der Islam wurde an den Rand gedrängt. Regierung und Einheitspartei bildeten unter Atatürk einen geschlossenen Block. Nilüfer Göle sprach später von den «weissen Türken» (kemalistische Elite) und den «schwarzen Türken», die arm, religiös-konservativ und ungebildet waren.

Nach 1945 ergab sich eine schleichende Islamisierung, doch intervenierte das Militär mehrmals zur Sicherung des Kemalismus (1960, 1971, 1980, 1997 und 2016). In den 1990er Jahren stieg Recep Tayyip Erdogan zur dominanten Figur auf, zunächst als Oberbürgermeister von Istanbul, dann als Ministerpräsident und seit 2014 als Staatspräsident. Seine schliesslich fast allmächtige «Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung» (AKP) war ein Ableger der islamistischen Bewegung. Zum Kemalismus gab es nur noch Lippenbekenntnisse. Es stellt sich die Frage, wohin sich die Türkei als Schlüsselland zwischen dem europäischen und arabisch-persischen Raum bewegt.

 

Zum Dozenten:
Dr. phil. Kurt Büchi war Lehrer für Geschichte und Kunstgeschichte am Seminar Musegg Luzern und Dozent für Zeitgeschichte am Schweizerischen Institut für Berufspädagogik Bern / Zollikofen.

 

Ort: Schweizerhofquai 2, Luzern
Daten:

Jeweils Mittwoch, 14.00 bis 15.30 Uhr
18., 25. Oktober, 8., 15., 22. November 2017
Kosten: 5 Seminare: Fr. 165.– 
Anmeldefrist:


Mittwoch, 4. Oktober 2017
Seminar Nr.: SE1282
Telefon 041 410 22 71, Anmeldung