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Zur Kulturgeschichte des Walzers

Zum Thema:
Als die Tanzenden vom Boden abheben wollten, erkannten sie, dass sie einen Schritt zulegen mussten: aus dem grad-taktigen Tanz musste ein «ungrader» werden, denn der Zweier oder der Vierer ermöglichten eigentlich nur Hopser und allenfalls noch etwas elegantere Hüpfer; erst der Dreier-Takt offerierte einen Luftschwung mit Drehung, ohne den Schwung zu bremsen - und bot erst noch eine sanfte Landung dazu - der Walzer war geboren!

Zwar hatte das Menuett seit der Barockzeit schon den Dreier praktiziert, aber vermied es tunlichst, dadurch in Schwung zu geraten; die brave Geziertheit an den Höfen war durch strenge Regeln vorgezeichnet. Der Wechsel vom Menuett zum Scherzo ist bei Mozart, Haydn, Schubert und Beethoven an den zweiten oder dritten Sinfoniesätzen abzulesen, der Wechsel vom Menuett zum Walzer  geschieht eher in der Klaviermusik. Carl Maria von Weber aber war es, der mit seiner «Aufforderung zum Tanz opus 65» die komplexe Form des späteren "Wiener Walzers" schon 1819 vorgelegt hat, noch bevor die Wiener «Straussen» überhaupt Walzer komponierten.

Zum Dozenten:
Dr. phil. Jakob Knaus studierte an der Universität Zürich Germanistik, Musik und Geschichte. Er ist Mitgründer der Leoš Janáček-Gesellschaft und seither Präsident. Ab 1969: Schweizer Radio DRS, Studio Bern, Redaktor Wort, moderne Literatur, daneben Deutschlehrer am Wirtschaftsgymnasium; 1975-2002 Redaktor Musik;  1978-2002 Studioleiter Studio Bern. Ab 1995 Leitung von Musikreisen in Europa. Verschiedene Publikationen.

Ort: Schweizerhofquai 2, Luzern
Daten:

Jeweils Dienstag, 16.00 bis 17.30 Uhr
6., 13., 20., 27. Juni 2017

Kosten: 4 Seminare: Fr. 120.-- 
Anmeldefrist:


Dienstag, 23. Mai 2017
Seminar Nr.:
SE1244
Telefon 041 410 22 71, Anmeldung