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Arnold Stadler
Der letzte grosse christliche Dichter Deutschlands?

Zum Thema:
Kein anderer bedeutender lebender deutscher Autor wurde in den letzten Jahren häufiger (in Luzern, Zug, auf der Rigi) zu Lesungen, Vorträgen und Gesprächen einge- laden wie der 1954 in Rast am Bodensee geborene Arnold Stadler, auch studierter Theologe und ebenso brillanter wie tiefsinniger Psalmenübersetzer. Der Träger u.a. des Hebelpreises und des Büchnerpreises hat seit seiner Jugend eine tiefe Beziehung zur Zentralschweiz, z.B. Gersau. Wie kein anderer Autor seiner Generation wie der mit ihm noch gut befreundete Thomas Hürlimann war und ist er lebenslänglich von einem ästhetischen Katholizismus geprägt. Dies kam auch an einer Tagung in Messkirch aus Anlass des 65. Geburtstages und des Ehrenbürgerrechtes der Stadt zum Ausdruck. Dabei erregten nicht wenige Werke Stadlers bei ihrem Erscheinen nicht nur bei den Frommen Kopfschütteln, kennt er doch gerade im Bereich des einst verfemten Sexus und Eros kaum Tabus.

Zur Substanz Stadlers, der sich nie kirchlich vereinnahmen liess, gehören - neben Kritik und Satire - auch ein kritisches Ja zur kulturellen Substanz des süddeutschen Katholizismus sowie ein Rückbezug auf den möglichen Reichtum, den ein kritischer und zugleich humorvoller und tiefsinniger Katholizismus in einer nachklerikalen Zeit als Potential zum Entdecken immer noch enthält. Dass es in der Religion nicht nur die Moral gibt, sondern nicht zuletzt auch die Schönheit, könnte man bei einem wahrhaft «freisinnigen» und «freisinnlichen» Katholiken wie Stadler wieder lernen.


Zum Dozenten
:
Pirmin Meier, Dr. phil., Kulturpreisträger der Innerschweiz und Träger des Bodensee- literaturpreises, ist ehemaliger Gymnasiallehrer in Beromünster und Verfasser einer in mehrere Sprachen übersetzten Paracelsus-Biographie. 

 

Ort:
Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern
Datum: Dienstag, 12. November 2019, 18.30 Uhr
Kosten:


Fr. 12.— für Vereinsmitglieder
Fr. 18.— für Nichtmitglieder
vergünstigter Eintritt mit Vortragsabonnement