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Unser «Natur»-Begriff – eine Prägung aus der Denkwerkstatt des Aristoteles

Zum Thema:
Im 4. Jahrhundert v. Chr. hat Aristoteles den heute weltweit geläufigen Begriff der «Natur» – ein Hieb- und Stichwort unserer Zeit – geprägt und mit Leben erfüllt; ein antiker Ehrentitel rühmt ihn als den „Sekretär der Natur, der sein Schreibrohr in die Vernunft eintauchte“. Anders als seine vorsokratischen Vorläufer, die mehr als zwei Jahrtausende vor Darwin auf ein Zusammenspiel von blinder «Notwendigkeit» und glücklichem «Zufall» setzten, hat der grosse Philosoph und Zoologe im Reich des Lebenden eine ingeniöse, zielstrebig wirkende Vernunft am Werke gesehen.

Aristoteles hat die treibende, steuernde, prägende Kraft, die wir heute als das «Genom» bezeichnen, mit dem griechischen Namen physis – alias lateinisch natura – angesprochen, und er hat dieser schöpferischen, durchweg «wie ein intelligenter Mensch», «wie ein guter Ökonom» verfahrenden «Natur» frappierend aktuelle Züge verliehen: «Die Natur wirft nichts weg, woraus sich noch etwas Brauchbares machen lässt.» Über viele Jahrhunderte hinweg hat Aristoteles das europäische Naturver- ständnis nachhaltig geprägt – bis diese «Natur» in neuerer Zeit zu einem blossen Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung und jüngst noch der ökologischen Sorge geworden ist.

 


Zum Dozenten:
Prof. Dr. phil. Klaus Bartels, Philologe, Verlagstätigkeit und Lehrtätigkeit in Zürich, seit 1972  Autor vielgelesener Rubriken zu Kultur und Sprache der Antike in der NZZ, z.B. „Wortgeschichten“ etc.  Neuere Buchpublikationen: Jahrtausendworte – in die Gegenwart gesprochen (2011); Veni, vidi, vici (15. Aufl. 2016); Roms sprechende Steine 5.Aufl.2018)

 

Ort: Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern
Datum:
Montag, 15. Oktober 2018, 16.15 Uhr 
Kosten:


Fr. 12.– für Vereinsmitglieder
Fr. 18.– für Nichtmitglieder
vergünstigter Eintritt mit Vortragsabonnement