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Die «Jura-Frage»: ein langjähriger, nationaler Konflikt zwischen Provisorien, Provokationen und Plebisziten

Zum Thema:
Die «Jura-Frage», la «Question jurassienne», die in der deutschsprachigen Schweiz eher nur sporadisch und selektiv wahrgenommen worden ist, dauert jetzt schon über 200 Jahre. Der Vortrag versucht, die wichtigsten Ursachen dieses Konflikts zwischen Bern und Jura aufzuspüren und den breiten Zeitraum vom Wiener Kongress bis heute sinnvoll zu gliedern. Ferner soll gezeigt werden, wann und in welchem Zusammenhang sich die separatistischen Tendenzen besonders stark bemerkbar gemacht haben.

Sehr schnell wird klar, dass hinter den lokalen Konfliktparteien unweigerlich wirtschaftliche, konfes- sionelle, soziale und kulturelle Prägungen durchschimmern, die in den unterschiedlichsten Facetten aufeinandergestossen sind: Die französisch sprechende Minderheit rieb sich an der deutschsprachigen Mehrheit; politische Macht- demonstrationen kontrastierten mit kreativer Protestkultur; Agrarwirtschaft stiess auf industrielle Novitäten; provokative Aufsässigkeit wechselte ab mit demokratischen Urnengängen; Berner Bärenhonig wurde mit Absinth abgeschmeckt.  

Selbst die Frage, ob die Jura-Problematik heute gelöst oder nicht gelöst sei, bleibt trotz abgeschwächter Leidenschaften kontrovers und hängt vom jeweiligen Standpunkt ab.

 

Zum Dozenten:
Dr. phil. Paul Bernet studierte Geschichte, Philosophie und Französisch an den Universitäten Basel und Genf. Bis zu seiner Pensionierung 2015 unterrichtete er an der Kantonsschule Seetal. Regelmässige Schreib- und Vortragstätigkeit.
 

Ort: Lukas Gemeindesaal, Morgartenstrasse 16, Luzern 
Datum: Montag, 25. September 2017, 15.30 Uhr
Kosten:


Fr. 12.– für Vereinsmitglieder
Fr. 18.– für Nichtmitglieder
vergünstigter Eintritt mit Vortragsabonnement