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Die Blutnacht von Genf 1932

Zum Thema:
Im Zusammenhang mit dem Generalstreik vom November 1918 und der Problematik des Ordnungsdienstes werden oft die Ereignisse am 9. November 1932 als besonders abschreckendes Beispiel angeführt. Für eine überzeugende Argumentation ist störend, dass es nicht um einen Armeeeinsatz gegen streikende Arbeiter ging, sondern um Zusammenstösse zwischen Links- und Rechtsextremen.

Anlass war eine Veranstaltung der frontistischen Union nationale um Georges Oltramare, gegen die rund 8000 Personen aus dem militanten linken Lager um Léon Nicole demonstrierten. Als die überforderte Polizei durch die Rekrutenschule aus Lausanne verstärkt wurde, eskalierte die Situation. Die in Bedrängnis geratenen Rekruten feuerten in die Menschenmenge und töteten 13 Demonstranten und verletzten 60 schwer. Die Katastrophe erregte schweizweit Empörung.

Am 9. November 1982 wurde beim Plainpalais ein Gedenkstein für die Opfer mit der Inschrift Plus jamais ça (nie mehr so etwas) aufgestellt. Da dies der letzte Ordnungsdienst gewesen ist, kann ein Fazit gezogen werden.

 

Zum Dozenten:
PD Dr. phil. Hans Rudolf Fuhrer, Militärhistoriker, war bis zum Sommersemester 2006 Dozent für Militärgeschichte MILAK/ETHZ und Privatdozent an der Universität Zürich. Seither Vorträge, Seminare und Publikationen.
 
 
Ort: Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern
Datum:
Donnerstag, 21. März 2019, 16.15 Uhr 
Kosten:

Fr. 12.— für Vereinsmitglieder
Fr. 18.— für Nichtmitglieder
vergünstigter Eintritt mit Vortragsabonnement