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Schuld und Strafe in den Alpensagen
Weshalb hat das Sennentuntschi den Hirten geschunden?

Zum Thema:
"Schuld ist das, was bestraft wird." Mit dieser simplen, aber wertneutralen Formel hinterfragt der Kommunikationswissenschaftler und Linguist Othmar Baeriswyl die Gerechtigkeitsvorstellungen in der alpinen Sagenwelt. Das inhaltsanalytische "Zersetzen" von 4000 transkribierten, vorwiegend Walser Sagen aus dem Kanton Uri, dem Vorderrheintal, dem Oberwallis und aus Bosco Gurin/TI offenbart hinter dem abendländischen Denken der Neuzeit germanische Sitten und Gebräuche und letztendlich auch archaische Denkmuster.

Der Vortrag zeigt anhand einzelner Sagenmotive auf, weshalb das Sennentuntschi den Hirten geschunden hat, wieso man im Wallis nachts bestimmte Wege meiden sollte und warum der Betruf durch den Milchtrichter "gesungen" wird.


Zum Dozenten
:
Dr. Othmar Baeriswyl studierte an der Universität Freiburg im Uechtland Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaft. Er arbeitete während Jahren als Kommunikationsmanager und -berater. Seit 2009 ist er Dozent an der HSLU. Zu seinen Hobbies gehört das Studium der Gerechtigkeitsvorstellungen in den Alpensagen. 2017 erschien sein Buch "Schuld und Strafe in der alpinen Sagenwelt".

 

Ort:
Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Luzern
Datum: Donnerstag, 16. Mai 2019, 16.15 Uhr
Kosten:


Fr. 12.— für Vereinsmitglieder
Fr. 18.— für Nichtmitglieder
vergünstigter Eintritt mit Vortragsabonnement